Editorial

Das Jahr 2018 begann für die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) turbulent. Am 3. Januar fegte der Wintersturm Burglind über die Schweiz und bescherte der AGV Schäden in zweistelliger Millionenhöhe. Im Mai kamen noch lokale Überschwemmungen und ein Hagelzug hinzu. Die Sommerhitze war 2018 ein weiteres spezielles Wetterphänomen, hatte aber für die AGV keine direkten Kostenfolgen. Die Schadenbelastung bei den Elementarschäden lag letztlich mehr als die Hälfte unter jener des Vorjahres. In der zweiten Jahreshälfte gab es trotzdem noch Turbulenzen, aber von einer anderen Art: Für einmal nicht das Wetter, sondern die Börse zeigte sich von einer garstigen Seite, was sich gegen Ende Jahr noch akzentuiert hat. Das Wertschriftenvermögen hat um insgesamt rund 4 Prozent abgenommen, was in allen Versicherungssparten zu einem negativen Ergebnis führte. Die Risikofähigkeit der AGV ist aber dadurch nicht beeinträchtigt.

Das Jahr 2018 hat somit den genau umgekehrten Verlauf des Jahres 2017 genommen. Während sich das Jahr 2017 durch eine sehr hohe Schadenbelastung, vor allem wegen des Grossereignisses im Raum Zofingen, verbunden mit einer sehr guten Entwicklung an den Börsen auszeichnete, lässt sich das Jahr 2018 mit einem insgesamt unterdurchschnittlichen Schadenverlauf und einem deutlich negativen Börsenjahr charakterisieren. Wie im Jahr 2017 zeigt sich deshalb auch für das Jahr 2018, dass das Geschäftsergebnis der AGV oft durch wenig beeinflussbare Zufälligkeiten und nicht vorhersehbare Ereignisse geprägt ist. Gerade aus diesem Grund ist eine solide Risikofähigkeit, die auch solche Geschehnisse tragbar macht, sehr wichtig. Die AGV bezieht solche Szenarien in ihr nachhaltiges und versicherungsmathematisch unterlegtes Risikomanagement mit ein.

Im Zentrum aller Entscheidungen steht für die AGV das Interesse ihrer Versicherten. So entschloss sie sich denn auch, die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer nachträglich am sehr guten Ergebnis des Jahres 2017 teilhaben zu lassen. Der Verwaltungsrat hat im Jahr 2018 beschlossen, den Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern auf der Prämie der obligatorischen Feuer- und Elementarschadenversicherung 2019 eine Überschussbeteiligung von 15 Prozent zu gewähren. Damit flossen rund CHF 11.7 Mio. direkt zurück an die Versicherten. Die AGV konnte die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer so zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren am Erfolg der AGV teilhaben lassen.

Für das Jahr 2018 steht der Geschäftsbericht der AGV erstmals digital zur Verfügung. Auf einen aufwendigen Druck wird inskünftig verzichtet. Auch in diesem Jahr wird der Geschäftsbericht durch ein Sonderthema ergänzt: Unter dem Titel «Die Feuerwehr im Wandel der Zeit» wurde ein lesenswerter Beitrag verfasst. Wir wünschen Ihnen viel Spass bei der Lektüre.

Wir bedanken uns bei den Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern für das Vertrauen, beim Grossen Rat, dem Regierungsrat, der kantonalen Verwaltung, den Gemeinden und Verbänden für die angenehme Zusammenarbeit. Ein Dank geht auch an unsere Mitarbeitenden, die sich für die Kundinnen und Kunden der AGV tagtäglich engagieren.

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